Love Scamming

Dies ist ein Artikel, aus gegebenen Anlass! 

asasasasas

Love Scaming wird immer raffinierter

Man hört es immer wieder in den Medien, manchmal auch im Freundeskreis: Die Masche mit der Liebe und wie dabei Damen um ihr Geld erleichtert werden, wenn die sogenannten Love oder Romace Scamer am Werk sind und somit die Nigeria Connection wieder zuschlägt.

Leider fällt in der letzten Zeit im Zusammenhang mit der Nigeria Connection immer wieder auf, dass es immer schwierig wird, den Betrug zu entdecken.

Die Bandbreite der Damen, die von der Nigeria Connection ausgenommen werden, sind eben nicht mehr nur die vermeintlich einsamen Hausfrauen, die über das Internet den Mann fürs Leben suchen um sich aus der Tristes des Alltags zu entrinnen, es werden auch zunehmen erfolgreiche und selbstbewusste Frauen ins Visier genommen, bei denen der Betrug zwar etwas länger dauert, aber eben auch finanziell gesehen attraktiver ist.

Um zu verdeutlichen, wie die Masche funktioniert, wird ein authentisches Fallbeispiel verdeutlichen.

*Namen des Opfers und des Täters wurden von der Redaktion verändert.

Ein Fallbeispiel für Love Scaming

Monika W.* (54) ist für Ihr Alter eine attraktive Frau, die mitten im Leben steht und deswegen auch keine Lust auf ein kurzweiliges Abenteuer hat. Um ihr zu imponieren braucht ein Mann schon etwas mehr als nur ein schönes Profilbild. Die intelligente Frau arbeitet in der Finanzbranche und sie nutzt auch die modernen Medien wie Facebook und Skype sowohl privat wie auch geschäftlich. Zudem ist sie durch einen grossen Freundeskreis aktiv im Sozialleben, nur fehlt noch der passende Partner. Bei der Flirtbörse LOVOO (oder dritte) soll es nun mit dem Partner klappen, so hofft Monika zumindest.

Der Betrug beginnt: Das Profil des Betrügers

Nachdem sich Monika etwas umgesehen hat, hat sie nach eigenen Tagen eine Nachricht von Leon Marcais*. Er beschreibt sich als Franzose, der leider verwitwer ist und eine 14 Jahre alte Tochter hat, als Beruf gibt er Weinhändler an. Aus seinen Bildern sieht er gut aus, schafft es Monika mit seiner Art und seinem Charme zu verzaubern. Sie schenkt ihm schnell ihr Vertrauen und so werden die Kontaktdaten ausgetauscht und der Kontakt intensiviert sich.

Der Betrug wird vorbereitet

Die Beiden kommunizieren nun über alle Wege (Facebook, Skype, Telefon…) miteinander, damit der Kontakt regelmäßig ist. Neben schönen Worten schickt Leon auch immer wieder Bilder von sich mit, die Monika sehr gefallen. Zudem hat sie auch Kontakt zu seiner Tochter, die ihn beteuert, dass ihr Vater sich wirklich in sie verliebt hat.

Monika verliebt sich immer mehr in den Mann aus dem Netz. Nach eigenen Wochen möchte Leon geschäftlich nach Hawaii, will aber danach nach Deutschland fliegen und Monika auch treffen. Doch kurz vor dem Treffen kommt Leon mit einer schlechten Nachricht: Ein guter Freund wäre in Kenia verletzt, da müsste er hinfliegen.

Das Indiz: Ein Unglücksfall

Monika reagiert enttäuscht, zeigt aber Verständnis, dass sich Leon erst um diese Angelegenheit kümmern möchte. Aber die schlechten Nachrichten reißen nicht ab, Leon meldet sich aus Kenia, seine Geldbörse sei entwendet worden und er musste alle Karten sperren lassen.

Nun bittet Leon Monika um Hilfe, obwohl er sie noch nie gesehen hat. Wenn sie ihm 5000 € schicken könnte, dann könnte er alles klären und zu ihr kommen. Natürlich bekommt sie das Geld schnellstmöglich zurück.

Hohe Summen sind immer im Spiel

Monika W. ist geschockt, immerhin sind 5000 € keine kleine Summe und ihr kommt auch die ganze Geschichte etwas seltsam vor. Also sie Leon von ihren Bedenken erzählt, bekommt sie nur zu hören, ein Kredit könnte helfen, sie würde das Geld ja bald zurückbekommen. Monika kann aber maximal 500 € aufbringen, damit gibt sich aber Leon nicht zufrieden. Am Telefon versucht er ihre Bedenken zu zerstreuen. Aber er erklärt ihr, wie sie die Zahlung auf eine bestimmte Bank vornehmen muss.

Offene Fragen bleiben immer

Dennoch wird Monika aufmerksam und fragt sich immer mehr, warum ihm gerade sowas passiert? Warum kann das Konsulat nicht helfen? Warum wird immer nur ohne Ton geskypt? Was bedeuten die verschiedenen Nummern, von denen er immer anruft?

Doch wenn sie Leon diese Fragen stellt, bekommt sie nur Ausflüchte oder schwammige Aussagen. Gleichzeitig fragt er immer wieder nach Geld, macht Druck und stellt ihre Gefühle in Frage, weil sie ihm nicht helfen würde.

Monika folgt ihrem Instinkt

Die Vorahnungen, die Monika quälen werden wahr, sie hat ihr Herz an einen Betrüger verloren und bricht schweren Herzens den Kontakt ab. Dennoch beschäftigt sie weiterhin die Masche, auf die sie hereingefallen ist und sie beginnt Nachforschungen anzustellen. Nach eigenen Recherchen stellt sich heraus, dass es zu Leon Marcais noch einige andere Profile im Internet gibt. Zudem stellt sich heraus, dass es zu dem gleichen Bild auch noch viele andere Namen gibt.

Zudem finden sich auch Spuren des Betrügers auf Seiten in Frankreich und auch in Anti-Scam-Foren taucht der Name zusammen mit weiteren geprellten Frauen auf, die auch auf die Bilder und die nette Worte hineingefallen sind.

Die Jagd auf die Betrüger beginnt

Monika kann den emotionalen Schaden nicht richtig überwinden und da es juristisch keine Handhabe gibt, weil kein echter finanzieller Schaden entstanden ist. Man sollte aber festhalten, dass man immer die Polizei aussuchen sollte, wenn man den Verdacht auf Betrug im Internet hat. Inzwischen ist das Thema Love Scaming auch so publik, dass man dazu auch Hilfeforen und Anlaufstellen gibt.

Wer sind aber die Männer auf den Bildern?

Diese Männer, die die Frauen als potenzielle Betrüger serviert bekommen, sind großenteils allerdings selber Opfer – und zwar Opfer von Identitätsdiebstahl. Meist wissen die Männer nicht mal, dass ihre Bilder für betrügerische Handlungen genutzt werden. Inzwischen wird auch die Masche immer weitläufiger, denn immer mehr Dienste werden in den Betrug eingebunden, damit die Profile auch einer Internetprüfung stand halten. Zudem werden auch Dienste, die eigentlich nur für Business Kontakte genutzt werden, mit eingebunden.

Wie kann man sich schützen?

1) Geben Sie NIEMALS Geld an Menschen, die sie nicht im realen Leben kennen. Dabei muss ihnen auch die Geschichte dahinter egal sein!

2) Treffen sich nur an einem neutralen Ort (am besten an einem Ort, wo viele Menschen sind und wenn es hell ist.)

3) Sie sollten mit ihren privaten Daten sehr sparsam umgehen. Wenn man für den anderen interessant ist, dann sollten der Beruf und der finanzielle Hintergrund egal sein. Legen Sie sich einfach eine separate E-Mail-Adresse für Ihre Kontakte an.

Hierzu noch eine Information: Unterlassen Sie den Versuchen, die Betrüger selber fassen zu wollen. Denn meist stecken hinter diesen Profilen professionelle Banden, die sich nicht in die Karten schauen lassen.

Wir richten gerade zum Thema einen Extra Blog für Euch ein. Diesen könnt ihr schon teilweise einsehen unter http://www.justlo-hilfe.com

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